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Friedrich-Schiller-Universität Jena

Foto: Jens Meyer (Universität Jena)

Die Friedrich-Schiller-Universität Jena (Uni Jena) ist eine der ältesten und traditionsreichsten Universitäten Deutschlands. Sie wurde 1558 gegründet und trägt seit 1934 den Namen des Dichters und Philosophen Friedrich Schiller, der hier von 1789 bis 1799 lehrte. Die Uni Jena liegt in der Universitätsstadt Jena im Bundesland Thüringen. Heute zählt sie rund 18.000 Studierende und bietet ein breites Fächerspektrum von den Geistes- und Sozialwissenschaften über Naturwissenschaften bis hin zu Medizin und Rechtswissenschaften. Die Universität ist national wie international gut vernetzt und versteht sich als forschungsstarke Institution mit gesellschaftlicher Verantwortung.

Das Institut für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache und Interkulturelle Studien
 
Das Fach Deutsch als Fremdsprache an der Uni Jena konnte im Jahr 2025 sein 50jähriges Bestehen feiern. Das gleichnamige Institut entstand 1990, zusammen mit dem ersten grundständigen Studiengang im Bereich Deutsch als Fremdsprache. Die heutige Struktur aus zwei Fachbereichen ergab sich aus einer Fusion mit dem Institut für Interkulturelle Wirtschaftskommunikation im Jahr 2015.
 
Der Fachbereich Deutsch als Fremd- und Zweitsprache umfasst 3 Professuren und ein Kollegium von 20 Personen. Es werden fünf Studiengänge angeboten, in denen mehr als 200 Studierende immatrikuliert sind:
  • Der BA-Studiengang „Deutsch als Fremd- und Zweitsprache“ kann sowohl als Kernfach als auch als Ergänzungsfach studiert werden.
  • Der MA-Studiengang besteht seit 2002. Er wurde im Jahr 2006 als einer der 10 besten internationalen MA-Studiengänge Deutschlands ausgezeichnet. Ab 2026 wird er mit einem aktualisierten Curriculum angeboten.
  • Mit einem Angebot als Drittfach Deutsch als Zweitsprache (Erweiterungsprüfung Lehramt Gymnasium) ist der Fachbereich auch an der Lehramtsausbildung an der Uni Jena beteiligt.
  • Im Rahmen der Europäischen Hochschulallianz EC2U koordiniert das Institut den MA-Studiengang „European Languages, Cultures and Societies in Contact“ an der FSU Jena.
  • Gemeinsam mit dem Goethe-Institut bietet der Fachbereich das berufsbegleitende Weiterbildungsstudium „Deutsch unterrichten“ an.
Mit seinem Studienangebot antwortet der Fachbereich Deutsch als Fremd- und Zweitsprache an der FSU Jena auf aktuelle gesellschaftspolitische Entwicklungen und Anforderungen. Migrationsprozesse, europäische Integration und die Rolle von Deutsch als Fremdsprache in vielen Regionen der Welt bilden den Rahmen für ein Lehrangebot, das sich durch seine Praxisnähe und eine hohe gesellschaftliche Relevanz auszeichnet. Ein zentrales Ziel der Arbeit des Fachbereichs besteht darin, die didaktische Perspektive auf Deutsch als Fremd- und Zweitsprache mit einer starken Forschungsorientierung zu verknüpfen.
 
Forschung und Kooperationen
 
Am Fachbereich Deutsch als Fremd- und Zweitsprache der FSU Jena werden mehrere Forschungsschwerpunkte bearbeitet.
 
  • Die „Arbeitsstelle für Lehrwerkforschung und Materialentwicklung (ALM)“ fördert lehrwerkbezogene Studien, unterstützt den internationalen Austausch und engagiert sich in der Fort- und Weiterbildung zum Thema Lehrmaterialien. Sie gibt die Zeitschrift JALM heraus.
  • Die „Arbeitsstelle Deutsch als Zweitsprache“ widmet sich der Erforschung von Zweitspracherwerbsprozessen, wobei ein Fokus auf der Alphabetisierung zu zugewanderten Personen liegt.
 
Foto: Jens Meyer (Universität Jena)
Foto: Jan-Peter Kasper (Universität Jena)
  • Die „Forschungsstelle für Lehrendenprofessionalisierung, Unterrichts- und Schulentwicklung in DaF weltweit“ (FLUSS) bündelt Projekte, die sich mit dem Professionalisierungsprozess von DaF-Lehrenden befassen: von der Ausbildung über Fortbildungsmaßnahmen bis hin zur selbstverantwortlichen Weiterentwicklung im Beruf. Bewusst werden dabei auch das Arbeitsfeld und die spezifischen Rahmenbedingungen der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik in den Blick genommen.
  • Auf Initiative des Fachbereichs wurde 2023 wurde das internationale Open-Access-Journal „KONTEXTE – Internationales Journal zur Professionalisierung von DaF-Lehrenden weltweit“ ins Leben gerufen.
 
Essenziell für den Fachbereich ist die Zusammenarbeit mit Partnerinstitutionen und Mittlerorganisationen verschiedener Regionen weltweit. Zu den laufenden Projekten innerhalb von FLUSS gehören u. a. Germanistische Institutspartnerschaften (GIP) mit Universitäten in Ostasien und Lateinamerika, das Projekt FLinKUS zur kollaborativen Schul- und Unterrichtsentwicklung in Kooperation mit Auslandsschulen sowie ein DaF-Netzwerk in Südostasien.
 
Im Rahmen des Erasmus-Programms unterhält das Institut darüber hinaus langjährige Beziehungen zu über 40 Partnereinrichtungen in 20 europäischen Ländern und der Türkei. 

Fu Jen Catholic University

Die Universität wurde ursprünglich 1925 von einer Gruppe benediktinischer Mönche als Fu Jen Akademie in Peking gegründet und zwei Jahre später in Fu Jen Universität umbenannt. „Fu Jen” stammt aus den Analekten des Konfuzius: Freunde durch die Künste finden und durch solche Freundschaften Tugend kultivieren. Steyler Missionare (die Gesellschaft des Göttlichen Wortes) übernahmen 1933 die Verwaltung. 1952 wurde die Fu Jen Universität in die Peking Normal University eingegliedert.

Die Gesellschaft des Göttlichen Wortes (SVD) ist eine Ordensgemeinschaft päpstlichen Rechts in der römisch-katholischen Kirche. 1959 wurde die Wiedereinrichtung der Fu Jen Universität in Taiwan vom hiesigen Bildungsministerium genehmigt. 1961 nahm der Masterstudiengang in Philosophie die Rekrutierung auf, und 1963 wurden offiziell Bachelorstudiengänge in drei Colleges eröffnet.

Die FJCU heute

Die FJCU besteht aus 12 Fakultäten und der School of Continuing Education (SOCE). Es werden 50 Bachelor-Studiengänge, 49 Master-Studiengänge, 24 berufsbegleitende Master-Studiengänge, 12 Doktorandenprogramme, 16 SOCE-Bachelor-Studiengänge und ein zweijähriger berufsbegleitender Studiengang angeboten. Die FJCU hat Partnerschafts-Abkommen mit mehr als 400 Institutionen weltweit geschlossen. Derzeit gibt es 26.000 Studierende, mehr als 12.000 Alumni aus der Zeit in Peking und über 200.000 seit der Neugründung in Taiwan. Die FJCU ist eine umfassende Universität unter der direkten Autorität des Heiligen Stuhls, deren Abschlüsse von der UNESCO anerkannt sind und die in Europa und Amerika ein hohes akademisches Ansehen genießt.

Das Institut für deutsche Sprache und Kultur

Nach der Neugründung der Fu Jen Catholic University 1963 in Taiwan wurde im Fachbereich Fremdsprachen und Literatur auch eine Abteilung für Deutsch eingerichtet. Im Jahr 1967 gründete dann Prof. Franz Giet (SVD) den Fachbereich für deutsche Sprache und Literatur, gefolgt vom Graduierteninstitut für deutsche Sprache und Literatur im Jahr 1974, eingerichtet von Dr. Arnold Sprenger (SVD). 1996 fusionierten das Graduierteninstitut und der Fachbereich. Seit August 2005 lautet der Name des neuen Fachbereichs „Institut für deutsche Sprache und Kultur“.

Kursangebot und Veranstaltungen

Am Institut werden neben der Sprachausbildung zahlreiche weitere Kurse zu den Kulturen der deutschsprachigen Länder, deren Geschichte und Gesellschaft, Literatur und Übersetzung gelehrt. Praxisbezogene Wahlkurse ergänzen das Angebot hinsichtlich der individuellen Karriereplanung. Bis zu 20 Studierende können sich für einen einjährigen Sprachaufenthalt am Institut für internationale und interkulturelle Kommunikation (IIK) der Universität Bayreuth bewerben. Weitere Studienmöglichkeiten gibt es an den Partneruniversitäten in Deutschland und Österreich. Außerdem erfahren Studierende auf verschiedenen Veranstaltungen des Instituts für deutsche Sprache und Kultur deutsche Lebensart: Auf dem jährlich stattfindenden Oktoberfest, beim weihnachtlichen Gesangswettbewerb oder zu den thematisch wechselnden Inhalten des monatlichen Treffpunkts „Deutsche Ecke“.

Wir freuen uns, unser Angebot für die Studierenden durch die Teilnahme an der Germanistischen Institutspartnerschaft (GIP) erweitern und vertiefen zu können.

National Kaohsiung University of Science and Technology (NKUST)

 

Die National Kaohsiung University of Science and Technology (NKUST) entstand am 1. Februar 2018 durch den Zusammenschluss der drei renommierten Universitäten: der National Kaohsiung University of Applied Sciences, der National Kaohsiung First University of Science and Technology und der National Kaohsiung Marine University. Als größte technologische Universität Taiwans verfügt die NKUST über fünf Campusse mit einer Gesamtfläche von 216,1 Hektar. Unter dem Motto „Menschlichkeit und gemeinsame Wertschöpfung“ vereint die NKUST die Schwerpunkte Innovation, Unternehmertum und Meerestechnologie.

Das Institut für Angewandtes Deutsch

Gegründet im Jahr 1997, war das Institut für Angewandtes Deutsch der NKUST das erste deutschsprachige Institut an einer staatlichen technischen Universität in Taiwan und ist bis heute der einzige Fachbereich landesweit, der explizit den Fokus auf „Angewandtes Deutsch“ legt. Das Bildungsziel des Instituts ist die Ausbildung von fremdsprachigen Fachkräften mit hoher Praxisorientierung. Das
Curriculum zeichnet sich durch ein innovatives „Drei-in-Eins“-Konzept aus, das die deutsche Sprache mit Betriebswirtschaft und IT-Kompetenz verknüpft.

Akademisches Profil und Lehrerbildung

Neben der fachspezifischen Ausbildung bietet das Institut ein Programm zur Lehrerbildung für die Sekundarstufe an, das Studierende darauf vorbereitet, qualifizierte Deutschlehrer an weiterführenden Schulen zu werden. Im Masterstudiengang, der im Jahr 2000 eingerichtet wurde, liegen die Schwerpunkte auf dem Fachübersetzen sowie auf Deutsch als Fremdsprache (DaF).

Ein besonderes Highlight der internationalen Vernetzung ist die seit 2022 bestehende Germanistische Institutspartnerschaft (GIP-Ostasien). Gefördert vom DAAD, kooperiert das Institut hierbei mit der Universität Jena (Deutschland) sowie Partneruniversitäten in Japan und Südkorea, um die Forschung und Lehre in der Region zu stärken.

Internationale Kooperationen und Testzentrum

Das Institut pflegt eine enge Zusammenarbeit mit dem DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) und dem OeAD (Agentur für Bildung und Internationalisierung Österreichs), die beide durch entsandte Lektoren direkt am Institut vertreten sind. Darüber hinaus fungiert das Institut als wichtigstes Prüfungszentrum in Südtaiwan für international anerkannte Zertifikate, darunter der TestDaF sowie die ÖSD B1 Prüfung.

Modernste Infrastruktur

Das Institut setzt konsequent auf digitales Lernen. Den Studierenden stehen spezialisierte Einrichtungen wie ein multimedialer Computerraum, ein Raum für deutsche Kulturkunde sowie moderne Dolmetschkabinen und audiovisuelle Labore zur Verfügung, die eine optimale Vorbereitung auf die Anforderungen der modernen Arbeitswelt garantieren.

Campusleben und Veranstaltungen

Das studentische Leben am Institut ist geprägt von Dynamik und kulturellem Austausch. Jedes Studienjahr bereichern zahlreiche Veranstaltungen den akademischen Alltag:

  • Das traditionelle Oktoberfest, das die deutsche Geselligkeit nach Kaohsiung bringt.
  • Die Deutsch-Österreichisch-Schweizerische Kulturwoche, die Einblicke in die Vielfalt des deutschsprachigen Raums bietet.
  • Der hochschuleigene Wettbewerb für Deutschkenntnisse „Goethe-Cup“.
  • Spezielle Wettbewerbe für Oberschüler, die das Interesse an der deutschen Sprache bereits früh fördern.